Über uns

Leitbild

Das Leitbild der BeWo Plus Jugendhilfe ist zugleich Spiegel und Essenz unserer Erfahrungen.

Wir wissen, dass es möglich ist, sich selbst und seine Lebenssituation zu verändern, und dass Veränderung Zeit braucht. Wir wissen auch, dass Veränderung durch einen Prozess des Sichanvertrauens gefördert wird.

Den Weg zur eigenen Balance findet der Mensch aus sich selbst heraus durch Austausch mit und Anpassung an seine Umwelt. Der Mensch selbst ist der Gestalter seiner biografischen Entwicklung und wird von uns als solcher respektiert und wertgeschätzt.

Wir verstehen uns als Lernbegleiter derjenigen, die mit uns an ihren Veränderungszielen arbeiten und mehr Verantwortung für ihr Leben übernehmen möchten, immer mit größtem Respekt vor der Geschichte und der aktuellen Lebenssituation eines jeden Menschen.

Unser Tun basiert auf humanwissenschaftlichen Werten und Erkenntnissen aus den Bereichen der Pädagogik und der Psychologie. Wir vermitteln unser Wissen und machen es für unsere Mitarbeiter und Klienten nutz- und anwendbar.

Aus unserem Selbstverständnis heraus leben wir eine verlässliche Partnerschaft mit den öffentlichen Trägern, die unsere Dienstleistungen anfordern, mit den Menschen die wir beschäftigen oder beauftragen und den Menschen, die wir im Rahmen der Hilfeplanung begleiten.

Leitbild

Orientierung hilft

Über uns

Selbständige Fachkräfte

Die BeWo Plus Jugendhilfe beschäftigt Mitarbeiter in Festanstellung und beauftragt bedarfsgerecht zusätzliche Mitarbeiter aus einem Pool selbstständiger Unternehmer.

Interesse, für die BeWo Plus Jugendhilfe zu arbeiten?

Die BeWo Plus Jugendhilfe ist immer daran interessiert, anerkannte freiberufliche pädagogische Fachkräfte kennenzulernen. Als unsere Auftragnehmer begleiten und betreuen Sie junge Menschen und Erwachsene sowie deren Eltern ambulant in den Bereichen Kinder- und Jugendhilfe sowie Betreutes Wohnen (BeWo), in der Regel in deren Lebensumfeld.

Voraussetzung ist, dass die Fachkraftpersönlichkeit zum Hilfeberechtigten passt. Erst wenn diese Beziehungsebene stimmt, kann ein produktiver Prozess in Gang kommen. Darauf legen wir besonderen Wert.

Wenn eine Beauftragung zustande gekommen ist, pflegen wir eine enge und offene Kooperation mit unseren selbstständigen Fachkräften. Das ist besonders in Gefährdungssituationen von immenser Bedeutung, wenn es um kooperatives Krisenmanagement geht.

Sie können sich jederzeit auf unsere zuverlässige fachliche und persönliche Unterstützung verlassen und partizipieren und profitieren von unseren Qualitätsmaßnahmen wie Supervision, kollegiale Intervision und Koordination. Sie erleben eine fundierte, transparente Auftragsabwicklung durch gut strukturierte Verwaltungsprozesse und erhalten ein angemessenes Honorar.

Wenn Sie als Grundvoraussetzung Lebenserfahrung mitbringen und pädagogische Veränderungsprozesse denken, initiieren und steuern können, sind Sie bei uns richtig!

Selbständige Fachkräfte

Verantwortung übernehmen

Über uns

Antworten auf wichtige Fragen

Informationen für Selbstständige

Welche Ausbildung brauche ich, wenn ich für die BeWo Plus Jugendhilfe tätig werden möchte?

Wir beauftragen ausschließlich ausgebildete Fachkräfte. Sie sind bei uns willkommen, wenn Sie ein abgeschlossenes Studium der Sozialpädagogik, Sozialarbeit oder Psychologie bzw. eine pädagogische Ausbildung (Erzieher) oder mehrjährige Weiterbildungen, z. B. in den Bereichen Systemische Beratung/Therapie, Personenzentrierte Beratung/Therapie oder Gestaltberatung/-therapie absolviert haben.

Richtig neugierig werden wir, wenn Sie auch Erfahrungen bei der Begleitung und Beratung von Jugendlichen und Familien mitbringen, in ihrer aktuellen Lebenssituation gut vernetzt, gefestigt und belastbar sind, Krisenmanagement als Herausforderung sehen und Feuer und Flamme sind für den fachlichen Austausch und kontinuierliche Weiterbildung. Vielfältige Lebens- und Berufserfahrungen sind uns im Sinne unseres Diversity-Managements besonders wichtig.

Welchen Status habe ich als Auftragnehmer?

Unsere Auftragnehmer sind selbstständige Unternehmer im Bereich des Ambulant Betreuten Wohnens oder der Kinder- und Jugendhilfe. Sie bringen ihre eigenen pädagogischen Vorstellungen und Arbeitsmethoden mit und stellen diese im Rahmen der ambulanten Angebote der BeWo Plus Jugendhilfe fallweise zur Verfügung. In die Arbeitsorganisation sind sie nicht eingebunden, jedoch haben wir großes Interesse daran, Ihre Fähigkeiten und Grenzen durch regelmäßige Reflexion der Arbeit kennenzulernen.

Vor der Auftragsvergabe müssen alle am pädagogischen Prozess Beteiligten der geplanten Hilfe zustimmen. Kommt es nicht sofort zu einer Zusammenarbeit, nehmen wir den Bewerber auf Wunsch in unseren Fachkräftepool auf.

Wie gewährleisten wir die Qualität der Dienstleistungen unserer Auftragnehmer? 

Die von uns beauftragten Fachkräfte arbeiten nach eigenen Qualitätsstandards und Methoden und werden in Auswahlgesprächen durch einen intensiven Dialog zu ihrer Eignung im Hinblick auf unseren Wertekontext befragt. Diese Gespräche beziehen sich außer auf den Werdegang auf die Biografie der Fachkräfte und den roten Faden in ihrer beruflichen Vita.

Entscheidend sind neben der Qualität der Arbeits- und Abschlusszeugnisse für uns die Gesamtpersönlichkeit der Bewerber und die Integration persönlicher Herausforderungen in den biografischen Kontext. Wir legen großen Wert auf einen stimmigen Gesamteindruck, auf Ihre Werte und Ihre Grundannahmen über erfolgreiche Veränderungsprozesse sowie Ihre persönliche und fachliche Integrität.

Die Arbeitsqualität unserer Auftragnehmer wird während des Beauftragungsverhältnisses kontinuierlich überprüft, z. B. durch fachliche Reflexion in unseren trägerinternen Angeboten zur Qualitätssicherung (kollegiale Intervision, Supervision, Koordination). Interessierte Fachkräfte können von BeWo Plus nur beauftragt werden, wenn die Qualität ihrer Dienstleistungen mit der Qualitätsanforderungen der BeWo Plus Jugendhilfe vergleichbar ist. So gewährleisten wir gegenüber unseren Kostenträgern die von uns definierte Qualität der Leistungen.

Wie ist die Beauftragung von Fachkräften durch die BeWo Plus Jugendhilfe geregelt? 

Jedes Beauftragungsverhältnis wird in einem Vertrag mit mehreren Anlagen (Kindesschutz, Datenschutz, persönliche Geeignetheit nach § 72a SGB VIII, Qualitätsvereinbarung etc.) geregelt. Der Vertrag wird bezogen auf eine konkrete Hilfe für den Leistungsberechtigten. Er enthält die vertraglichen Vereinbarungen, das Honorar und Angaben zum Beginn des Betreuungsverhältnisses.

 

Antworten auf wichtige Fragen
Über uns

Geschäftsführung

Oliver Heisch (*29.05.1971)

Fast 20 Jahre bin ich als überzeugter Akteur im Feld der Kinder- und Jugendhilfe tätig. Gestartet bin ich 1998 als Einzelfallhelfer für mehrere Kölner Bezirksjugendämter - begleitend zu meinem Studium der Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln.

Nach Abschluss des Diplomstudiengangs der Sportwissenschaften (2001) folgten mehrere berufsbegleitende Fort- und Weiterbildungen mit den Schwerpunkten Gestalttherapie, Supervision und Beratung, sowie Betriebswirtschaft. Als Gründungsmitglied einer Kölner Jugendhilfeeinrichtung im Jahr 2009 übernahm ich neben der Familienarbeit und Koordination von Hilfen Mitverantwortung in der Geschäftsführung.

Durch meine langjährigen Praxiserfahrungen bin ich mit den Aufgabenbereichen im Berufsfeld der Kinder- und Jugendhilfe vertraut. Dazu gehören die sensible Gestaltung von Hilfeprozessen mit humanwissenschaftlichen Ansätzen, die sachkundige Koordination von Hilfen, die Sicherstellung der betriebswirtschaftlichen Betriebsführung, die Personalführung sowie die vertrauensvolle Kooperation mit Städten und Kommunen.

 

Meilensteine meiner beruflichen Entwicklung:

  • Abschluss einer 5-jährigen Ausbildung zum Gestalttherapeuten (2003-2008)
  • Eröffnung einer Gemeinschaftspraxis für Gestalttherapie (2006)
  • Anerkennung als Gestalttherapeut (DVG) 2008
  • Anerkennung als Gestaltlehrtherapeut (Gestalt Institut Köln) 2011
  • Abschluss einer 1,5-jährigen Weiterbildung im Bereich Beratung und Supervision (Gestalt Institut Frankfurt) 2011
  • Anerkennung als Supervisor (DVG) 2014
  • Anerkennung als Heilpraktiker Psychotherapie 2014
  • Abschluss eines 5-semestrigen Studiengangs zum Betriebswirt Sozial- und Gesundheitswesen KA 2015

 

Aufgrund meiner jahrelangen Berufspraxis in der Kinder- und Jugendhilfe existiert ein großes Netzwerk an Kooperationspartnern und Fachkräften, die zur Erfüllung der Ziele und Aufgaben unserer Organisation zur Verfügung stehen.

 

Adelheid Schmeißer (*24.05.1958)

Nach meinem Studium im Fach Soziale Arbeit habe ich 1982 mein Anerkennungsjahr beim LVR im Landesjugendheim „Erlenhof“, einem Heim für Schwererziehbare, absolviert und im Anschluss daran ein Jahr als Erzieherin dort gearbeitet. Seit Mai 1984 bin ich Angestellte der Stadt Köln und habe zunächst als Sozialarbeiterin in der Kinder- und Jugendarbeit gearbeitet, bis ich ab 1990 als Bezirksjugendpflegerin im Stadtbezirk Kalk tätig wurde. Nach zwischenzeitlichem Erziehungsurlaub war ich ab 1997 als Drogenkoordinatorin im Gesundheitsamt beschäftigt.

2012 habe ich mich beurlauben lassen und bin seitdem selbstständig als Anbieter für Ambulant Betreutes Wohnen mit meiner Firma BeWo Plus tätig.

Während meiner Berufstätigkeit habe ich kontinuierlich neue Schwerpunkte gesetzt und mit nachhaltigen Fortbildungen mein Spektrum erweitert:

  • Studium der Wirtschaftswissenschaften
  • Weiterbildungsstudium Sozialmanagement an der KFH NRW
  • Fortbildung zur Kinderschutzfachkraft (§ 8a SGB VIII)
  • Abschluss eines 5-semestrigen Studiengangs zum Betriebswirt für Sozial- und Gesundheitswesen KA

Dank meiner jahrelangen Tätigkeit im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe bzw. des Ambulant Betreuten Wohnens bin ich äußerst erfahren und entsprechend sachkundig und verfüge über ein weit gespanntes Wissens- und Sachverständigen-Netzwerk für eine effektive Zusammenarbeit, ein solides fachlich-wissenschaftliches Fundament, ausgezeichnete Personalführungsqualitäten sowie besondere Expertise im wirtschaftlichen Handeln.

 

 

 

Geschäftsführung

An Herausforderungen wachsen

Über uns

Die festen Mitarbeiter

Die BeWo Plus Jugendhilfe beschäftigt Mitarbeiter in Festanstellung und beauftragt bedarfsgerecht zusätzliche Mitarbeiter aus einem Pool selbstständiger Unternehmer.

Die festen Mitarbeiter

Unsere Mitarbeiter sind die wertvollste Ressource der BeWo Plus Jugendhilfe. Entsprechend sorgfältig wird das Team aufgebaut und ergänzt. Wir beschäftigen qualifizierte Persönlichkeiten mit sozialer und besonderer fachlicher Expertise. Nicht nur dabei sind unsere Anforderungen hoch, sondern auch in puncto Kommunikation, Kooperation und Reflexion. Jeder Mitarbeiter ist uns wichtig und wird in die Belange der Organisation bei relevanten Fragestellungen mit einbezogen. Wir legen Wert auf Arbeitsbedingungen, die ein kollegiales Miteinander und die Zufriedenheit aller Mitarbeiter fördern.

Überdurchschnittliches Engagement ist ein zentraler Wert im Selbstverständnis der gesamten Organisation: Wichtig ist uns eine beziehungsorientierte Arbeitsweise. Wir begegnen den Leistungsberechtigten wertschätzend und sind für sie da. So gewinnen wir Respekt und Vertrauen als Basis tragfähiger Arbeitsbeziehungen.

Mit internen und externen Fortbildungen, kollegialen Beratungen sowie Supervisionen realisieren wir unseren Anspruch auf herausragende Arbeitsqualität. Wir führen regelmäßig Mitarbeitergespräche durch, bei denen die persönliche Arbeits- und Berufssituation der Mitarbeiter im Mittelpunkt steht. Diese Gespräche sind die Grundlage für die individuelle und qualifizierte berufliche Fortentwicklung eines jeden Mitarbeiters.

Die festen Mitarbeiter
Jugendhilfe

Schulbegleitung

Rechtliche Grundlage: SGB VIII, § 35a

Die Wirksamkeit und Qualität unserer Schulbegleitungen wird erreicht durch eine reflektierte pädagogische Beziehungsarbeit, die wir in den Mittelpunkt unseres Handelns stellen. Die Gestaltung der Beziehung und das „Lernen in Beziehungen“ begründet den Erfolg unserer Kooperationen mit den Kindern bzw. Jugendlichen. Unsere Begleitung ist in hohem Maße situations- und ereignisbezogen sowie bedarfsorientiert ausgerichtet und beinhaltet ggf. auch aufsuchende Arbeit, um den Beziehungsaufbau zu fördern.

Der junge Mensch steht im Fokus unserer pädagogischen Arbeit. Er wird dabei aber als eingebettet und beeinflusst von seinen vielfältigen sozialen Bezügen und deren Funktionen verstanden, daher werden die Familie und das soziale Bezugssystem in unsere Begleitung einbezogen. Die aktive Mitwirkung der Eltern bzw. Erziehungspersonen ist für uns so selbstverständlich wie die prozessbegleitende Elternarbeit unseres paritätisch besetzten Teams.

 

Schulbegleitung

Kooperation verändert

Jugendhilfe

Interdisziplinäres Krisen Netzwerk

Rechtliche Grundlagen: SGB VIII, § 16 (1), § 27 Abs. 3, § 28 und § 31

Das Thema Krisenmanagement ist für die pädagogischen Dienste der Jugendämter zu einer massiven Herausforderung mit steigenden Fallzahlen geworden; nicht selten müssen die Fachkräfte im ASD unter hohem Arbeits- und Entscheidungsdruck parallel mehrere Krisen begleiten. Damit erhöht sich die Gefahr, dass die Notwendigkeit von Interventionen nicht adäquat eingeschätzt wird.

Hier greifen wir ein und übernehmen für Sie im Bedarfsfall das  Krisenmanagement, indem wir ad hoc ein interdisziplinäres Team aktivieren, das sich der Krise im betroffenen Familiensystem annimmt. Mit Empathie und Wertschätzung als professioneller Grundhaltung leisten wir in der Familie „Erste Hilfe“, bieten emotional-soziale Entlastung an und arbeiten an der Wiederherstellung der Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit der Betroffenen durch den Aufbau eines stabilen Netzwerkes. Die Diagnostik ist ein immanenter Bestandteil unseres Krisenmanagements.

Interdisziplinäres Krisen Netzwerk

Kompetenz entlastet

Jugendhilfe

Wohnen zur Verselbstständigung

Rechtliche Grundlagen: SGB VIII, § 27 ff., § 34, § 35a und § 41

Junge Menschen mit problematischen Lebensläufen und belastenden biografischen Erfahrungen erhalten von uns im Hinblick auf ihre Verselbstständigung in ihrem eigenen Wohnumfeld Unterstützung und Beistand. Dies geschieht in einer lebendigen Partnerschaft, die geprägt ist von Respekt und Wertschätzung; so begleiten wir die Jugendlichen auf ihrem Weg zu Verantwortung und Selbstständigkeit.

Unser Engagement richtet sich auf die Wohnraumbeschaffung, die allgemeine Haushaltsführung, Anregungen für die Tagesstrukturierung, die gesunde Selbstversorgung und die gezielte Nachhilfe zur Behebung von Lernrückständen. In Kooperation mit den Jugendlichen bauen wir deren lebenspraktische Fähigkeiten aus.

Wohnen zur Verselbstständigung

Selbstverantwortung trägt

Jugendhilfe

Erziehungsbeistand

Rechtliche Grundlage: SGB VIII, § 30

Kinder bzw. Jugendliche, die Hilfe bei der Klärung als konflikthaft erlebter Lebensumstände benötigen, können auf unsere Unterstützung zählen bei der Bewältigung ihrer Entwicklungsprobleme - unter Einbeziehung des sozialen Umfelds und bei Erhalt des Lebensbezugs zur Familie. Unsere Arbeit zielt auf die Wiederherstellung tragfähiger Beziehungen innerhalb des Familiensystems.

Arbeitsgrundlage sind gemeinsam vereinbarte Ziele und abgestimmtes Vorgehen; alle Treffen werden gemeinsam mit den Kindern bzw. Jugendlichen und den Familien organisiert. Im Prozessverlauf werden die Ziele ggf. kontinuierlich modifiziert, angepasst oder erweitert. Durch die Entwicklung von Lösungsstrategien für individuell erlebte Probleme der Kinder bzw. Jugendlichen fördern und stärken wir deren Persönlichkeit. Wir unterstützen sie bei Problemen in der Schule oder bei der Ausbildung, beim Aufbau sozialer Kontakte und der Entwicklung von Lebens- und Berufsperspektiven.

Erziehungsbeistand

Unterstützung stärkt

Jugendhilfe

Flexible Hilfe

Rechtliche Grundlage: SGB VIII, § 27

Diese auf die individuellen Bedürfnisse von Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen gerichtete Hilfe eignet sich für junge Menschen und ihre Familien in Krisensituationen und  mit multiplen Problemlagen, z. B. mit Erziehungsproblemen, Delinquenz, psychosozialen Beeinträchtigungen, Orientierungslosigkeit etc. Sie ist ebenso indiziert bei jungen Menschen, die vorrangig therapeutischer Hilfe bedürfen; für diesen Personenkreis wurde eigens ein spezielles Therapie- und Beratungskonzept entwickelt.

Die Begleitung erfolgt lebensfeldorientiert und unter Einbeziehung der Sozialkontakte des Leistungsberechtigten. Die Ausrichtung ist bedarfsgerecht flexibel und konkretisiert individuelle Langfrist- sowie Teilziele, die sich aus den Gegebenheiten und aus dem Prozessverlauf ergeben. Arbeitsbasis ist eine zunächst aufzubauende vertrauensvolle  Partnerschaft zwischen den handelnden Akteuren. Dieses Leistungsangebot der BeWo Plus Jugendhilfe ist in hohem Maße situationsbezogen und bedarfsorientiert ausgerichtet und umfasst auch aufsuchende und nachgehende Arbeit zur Unterstützung des Beziehungsaufbaus.

Flexible Hilfe

Orientierung klärt

Jugendhilfe

Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung

Rechtliche Grundlagen: SGB VIII, § 27 i. V. m. § 35 und § 41

Diese Hilfeform eignet sich für Jugendliche und junge Erwachsene mit ausreichend Veränderungsmotivation, die aufgrund ihrer aktuell schwierigen Lebenssituation und der Nichtgeeignetheit anderer Hilfeformen bei deren Bewältigung und für den Wandlungsprozess enge Begleitung benötigen. Zentrale Herausforderung ist die Entwicklung einer realistischen Lebensplanung mit der zugehörigen materiellen Grundlage; dabei werden die Leistungsberechtigten fachlich beraten, gestärkt und betreut.

Die Basis für das Gelingen jeder BeWo Plus Jugendhilfe-Leistung ist die engagierte pädagogische Beziehungsarbeit, die sich an humanwissenschaftlichen Erkenntnissen orientiert und konsequent den zu betreuenden Menschen in den Fokus stellt, ihm wertschätzend begegnet und ihn und seine Geschichte ohne Einschränkung akzeptiert. Und da jeder junge Mensch eingebettet ist in einen sozialen Bezugsrahmen, werden stets die Herkunftsfamilie und andere Netzwerkkontakte in das Hilfesetting einbezogen.

Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung

Kontinuität verbindet

Jugendhilfe

Sozialpädagogische Familienhilfe

Rechtliche Grundlage: SGB VIII, § 31

Die BeWo Plus Jugendhilfe arbeitet im Rahmen der Familienhilfe daran, gemeinsam mit den Familien in einen kooperativen dialogischen Prozess zu kommen, um die Problemlagen zu identifizieren und eine von allen akzeptierte Veränderungsperspektive zu erarbeiten. Ziel ist der Wiederaufbau der familiären Kooperation bei allen zu bewältigenden Fragen und Aufgaben im Familienalltag. Anlässe für die Etablierung der Familienhilfe sind zumeist Schulschwierigkeiten in Verbindung mit Verhaltensauffälligkeiten der Kinder, Partnerschafts- oder Ehekonflikte, biografisch bedingte Belastungen wie Scheidung, Tod, Heimaufenthalt, erlebte Gewalt, psychische Labilität oder Erkrankung der Eltern, Süchte, Traumatisierungen etc.

Grundlage der effektiven Familienarbeit ist eine vertrauensvolle Kooperation, die jedem erlaubt, seine persönlichen Gefühle und Motive zu offenbaren, um im Ergebnis die Selbsthilfekräfte jedes Einzelnen und die Familie zu stärken. Zentrale Voraussetzungen für einen gelingenden Hilfeprozess sind die Veränderungsmotivation und die Bereitschaft zur Mitarbeit sowie das Vertrauen in die Fachkräfte und deren Kompetenzen.

Sozialpädagogische Familienhilfe

Wieder zusammenfinden

Jugendhilfe

Eingliederungshilfen

Rechtliche Grundlage: SGB VIII, § 35a

Die Arbeit unserer Fachkräfte bei Eingliederungshilfen ist darauf ausgerichtet, bestehende und erlebte seelische Beeinträchtigungen der Kinder bzw. Jugendlichen zu mildern oder ggf. aufzulösen durch eine wertschätzende und akzeptierende Haltung. Ziel ist eine verbesserte Wiedereingliederung der jungen Menschen in Familien- und Gesellschaftsstrukturen, damit persönliche Teilhabe in Form sozialer und auch beruflicher Integration von den Leistungsberechtigten wieder erlebt werden kann.

Der Hilfebedarf ergibt sich aus den fachärztlichen Gutachten. In der Regel liegen bei den Betroffenen externalisierende Beeinträchtigungen (z. B. ADHS, Sozialverhaltensstörungen), internalisierende Störungen (z. B. Ängste, affektive Störungen) oder solche aus dem autistischen Spektrum vor. Hinsichtlich der Aufgaben und Ziele dieser Hilfe verweist § 35a Abs. 3 SGB VIII ausführlich auf § 53 Abs. 3 SGB XII. Der Bedarf im Einzelfall sowie die daraus abgeleiteten Aufgaben, Maßnahmen und Hilfeziele werden gemäß den Regelungen des Hilfeplanverfahrens nach § 36 SGB VIII festgestellt und im Verlauf aktualisiert.

Eingliederungshilfen

Annehmen verändert

Jugendhilfe

Familienalarm

Rechtliche Grundlagen: SGB VIII, § 16, § 27 Abs. 1-3, § 28 und  § 31 

Dieses Leistungsangebot eignet sich für Eltern, die sich in ihrer aktuellen Erziehungssituation überfordert und hilflos fühlen. Eltern, deren Kinder sich erwartungswidrig verhalten, brauchen besonders viel Zuwendung und Anleitung, um die ihnen oft unlösbar erscheinenden Konfliktsituationen erzieherisch und gesellschaftlich zu bewältigen. Die Eltern benötigen Energie, Ausdauer und Reflexionsbereitschaft, um mit uns an drei grundlegenden Fragestellungen zu arbeiten:

  1. Wie kann ich die Beziehung zu mir sowie die zu meinem Kind positiv gestalten und dessen psychosoziale Entwicklung fördern?
  2. Was kann ich wie tun, um Negativstress abzubauen?
  3. Wie kann ich Kontakte zu Institutionen wie Schule, Kindertagesstätte, Kindergarten, Kirche, Sportverein etc. im Sinne des Kindeswohls gestalten?

In der gemeinsamen Arbeit mit den Trainern erforschen die Eltern ihre Offenheit gegenüber ihren Kindern, ihren praktizierten Erziehungsstil, ihr Familienklima, die Qualität ihrer Kommunikation sowie Feedback-Fähigkeiten. Die Eltern arbeiten zusammen mit anderen Eltern in ähnlicher Lebenssituation in Kleingruppen, z. B. lernen sie ihr Kind und seine Bedürfnisse mehrperspektivisch kennen und erfahren, wie sie darauf familiengerecht eingehen können. Zudem erarbeiten sie sich Regeln und Handlungsoptionen und erfahren, wie sie mit sich und den anderen Familienmitgliedern förderlich umgehen können.

Familienalarm

Wer kooperiert gewinnt

Jugendhilfe

Flüchtlingshilfe

Rechtliche Grundlagen: SGB VIII, § 2 Abs. 2  Ziffer 4, 5, 6 und § 27 ff., Hilfen zur Erziehung, insb. § 35 und § 41, Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung und Hilfe für junge Volljährige

Die Begleitung von jungen Menschen aus Krisen- oder Kriegsgebieten im Alter von 16 bis 21 Jahren bedarf einer an deren individuelle Lebenssituation angepasste Ausgestaltung der Hilfen. Unser Leistungsangebot orientiert sich an der Lebenswirklichkeit der unbegleitet geflohenen jungen Menschen und hat nach deren Stabilisierung die Entwicklung ihrer Handlungskompetenz und Persönlichkeit in einem für sie fremden Land zum Ziel.

Damit dieser Migrationsprozess gelingen kann, brauchen die jungen Flüchtlinge eine beziehungsorientierte Förderung und ausreichend Zeit, ferner Unterstützung beim Spracherwerb, bei der Beschaffung von Wohnraum, der Gesundheitsvorsorge, beim Finden einer sinnvollen Beschäftigung und bei der Entwicklung von Perspektiven hinsichtlich ihrer beruflichen und sozialen Integration.

Die handlungsleitende Grundlage ist für uns dabei die Hilfeplanung nach § 36 KJHG, in der alle Prozessbeteiligten (Vormünder, Jugendamt, Hilfeempfänger und freier Träger) gemeinsam und ausführlich das Vorgehen abstimmen. Die Begleitung und Betreuung von unbegleitet minderjährigen und volljährigen Flüchtlingen findet im Spannungsfeld des Kinder- und Jugendhilferechts sowie des Ausländer- und Asylrechts statt; das macht das pädagogische Handeln umso bedeutsamer, weil ein dauerhaft ungesicherter Aufenthaltsstatus zusätzliche innerpsychische Belastungen bei dieser Zielgruppe hervorrufen kann.

Flüchtlingshilfe

Menschen brauchen Perspektiven

Jugendhilfe

Therapie und Beratung im KJHG

Die gesetzlichen Grundlagen ergeben sich aus den §27 Absatz 1 -3, den §§ 35a und 41 des SGB VIII (KJHG)

Eine Psychotherapie im Rahmen des KJHG hat zwei Ziele. Erstens das Kind, den Jugendlichen bei der Wahrnehmung seiner Lebenswelt und seelischen Konflikte zu unterstützen, zweitens die Eltern und oder Bezugspersonen zu begleiten, die Entwicklungsbedingungen des Kindes/Jugendlichen so zu gestalten, dass eine positive Entwicklung ermöglicht wird und eine seelische Beeinträchtigung weitgehend verhindert wird. Der Prozess soll möglichst schon präventiv einsetzen und an den in der Familie vorhandenen Ressourcen anknüpfen.

Die Gespräche orientieren sich an der unmittelbaren Erfahrung der Dialogpartner und sind das Ergebnis aus kooperativer Kreativität. Fragen nach Sinn, Werten und Zielen nehmen einen zentralen Stellenwert in den Gesprächen ein. Somit ist das Angebot zu verstehen als ein intersubjektiver Prozess und professioneller Dialog mit dem Ziel das psychische/seelische Leiden der Kinder/Jugendlichen/Eltern zu lindern. Der Dialog beinhaltet das Gewahrsein und die Förderung des Ausdrucks auf der inhaltlichen und der körperlichen Ebene. Es gilt der Grundsatz „Beziehung hat Vorrang vor der Methode.“ Neueste und bewährte Erkenntnisse aus dem Bereich der humanistischen Psychotherapie- und Beratungsverfahren, der Erziehungspsychologie und der Familienforschung werden in den Gesprächen angewandt und praxisnah vermittelt.

Therapie und Beratung im KJHG

Beziehung heilt

Betreutes Wohnen

Ambulant Betreutes Wohnen

Ambulant Betreutes Wohnen

Rechtliche Grundlage: SGB XII, § 54 Abs. 1 i. V. m. § 55 Abs. 2 Ziffer 6 SGB IX

Durch Betreutes Wohnen (BeWo) sollen Menschen mit einer wesentlichen Behinderung angeleitet werden, ihre Lebenssituation zu analysieren, Perspektiven zu erkennen, Veränderungen zu planen und umzusetzen, damit sie künftig möglichst ohne lizenzierte Hilfe und staatliche Transferleistungen leben können. Mithin ist das BeWo eine Leistung zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft und dem Wesen nach Hilfe zur Selbsthilfe.

Viele Klienten im BeWo sind sucht- oder psychisch krank, leben schon lange ohne Tagesstruktur, isoliert, ohne gesellschaftliche Anerkennung und haben das Zutrauen in ihre Fähigkeiten verloren. Akute Probleme wie Wohnungslosigkeit, Rückfälle, Schulden, Bewährungsstrafen etc. kommen häufig hinzu und verstärken den Abwärtstrend. BeWo-Klienten benötigen fachliche Anleitung, Ermutigung und Begleitung, um wieder Lebensziele zu definieren und ihre Ressourcen zu aktivieren. Ihr individueller Bezugsbetreuer fungiert im Rahmen dessen als verlässliche Orientierung, Motivator, Entscheidungshilfe und Stütze, oft auch als emotionaler Anker.

Jedes Betreuungsverhältnis wird nach Maßgabe eines mit allen Prozessbeteiligten vereinbarten Hilfeplans individuell konfiguriert und im Betreuungsverlauf ggf. laufend angepasst.

Ambulant Betreutes Wohnen

Leben verändern

Qualität

Strukturqualität

Erfolgreiche Hilfeprozesse basieren auf klaren strukturellen Voraussetzungen in allen Bereichen.

Personal Die BeWo Plus Jugendhilfe setzt bei der Begleitung von Jugendlichen und Familien konsequent auf qualifiziertes Personal. Die eingesetzten Fachkräfte sind gemäß § 72 Abs. 1 SGB VIII entsprechend geeignete Fachkräfte. Bei der Fachkräfteauswahl wird auf eine Vielfalt von Qualifikationen, Fähigkeiten und Persönlichkeiten geachtet sowie auf kulturelle Vielfalt; unsere Fachkräfte sprechen über 20 Sprachen. Wir beschäftigen erfahrene Persönlichkeiten mit ausgeprägten sozial-emotionalen Fähigkeiten, die in den Kontakt mit den uns anvertrauten Menschen eingebracht werden.

Eignung Persönlich geeignet ist eine Fachkraft, wenn sie mit den ihr anvertrauten Familiensystemen auf Basis der Hilfeplanung eine professionelle, kooperative Beziehung aufbaut und die unterschiedlichen Kommunikationsstile, Erfahrungshorizonte und Fragestellungen der Familienmitglieder interessiert mit ihnen reflektiert und sich mit Bezug auf die gewünschten Ziele verständigend einbringt.

Reflexion der Arbeit Das im Kontakt gewonnene Erfahrungswissen wird mit eigenen Fragestellungen unter Anwendung trägerspezifischer Methoden und Konzepte in kollegialen Beratungen reflektiert. Auf Wunsch werden Fachkräfte von uns fallbezogen gecoacht und supervidiert.

Koordination Als Ansprechpartner für die Jugendämter stehen Koordinatoren zur Verfügung. Sie begleiten und steuern sämtliche Hilfen und beraten die Fachkräfte in Teamsitzungen und Einzelgesprächen.

Verwaltung Die Verwaltung der BeWo Plus Jugendhilfe übernimmt die Bearbeitung der ASD-Anfragen, den Schriftverkehr und die Telefonate, die Buchhaltung, die Leistungsabrechnung, das Controlling, die Statistik sowie die Personal- und Klientenverwaltung. Zum Einsatz kommen moderne Cloud-Systeme.

Räumlichkeiten Die BeWo Plus Jugendhilfe unterhält zwei Präsenzbüros in Köln. Dort befindet sich auch ein multifunktionaler Seminarraum für Mitarbeiterbesprechungen und Kontakte mit Betreuten sowie für Einzel- und Gruppensitzungen, kollegiale Fallteamberatungen und die Gruppensupervision. Die Büros sind mit moderner Büro- und Kommunikationstechnik ausgestattet.

Beschwerdemanagement Die BeWo Plus Jugendhilfe erbringt ihre Leistungen mit dem Ziel, die Erwartungen aller Prozessbeteiligten in jedem Einzelfall positiv zu erfüllen. Wenn dies einmal anders empfunden werden sollte, kann unser Beschwerdemanagement aktiviert werden. Für Kritik und Lob, sonstige Rückmeldungen oder Klärungsbedarf steht die Geschäftsführung den Klienten sowie dem Helfersystem gerne zur Verfügung. Ihr Feedback kann auch in der Verwaltung telefonisch oder per Post entgegengenommen werden.

Kosten Die Finanzierung erfolgt auf der Basis von Fachleistungsstunden.

Strukturqualität

Erfolgreiche Hilfeprozesse erfordern Strukturen

Qualität

Prozessqualität

Der Ablauf des Hilfeprozesses spielt im Rahmen der Hilfeplanung eine entscheidende Rolle.

Wesentliche Aspekte für den Erfolg des Prozesses sind die präzise Diagnostik der „Leidensfelder“ der Leistungsberechtigten, die konkrete Formulierung von Zielen, die erreicht werden wollen, die volle, kooperative Beteiligung der Leistungsberechtigten am Hilfeprozess unter Berücksichtigung ihres Wunsch- und Wahlrechts sowie die insgesamt enge Abstimmung mit allen Prozessbeteiligten.

Unsere Regelleistungen sind hier die Mitwirkung im Hilfeplanverfahren, bei Aufnahme der Familie und der Klärung des Hilfebedarfs sowie bei der Vor- und Nachbereitung des HPG, Reflexion und Auswertung bei Beendigung der Hilfe, die übersichtliche Aktenführung, die pädagogische Dokumentation (Prozessdokumentation, Verlauf, Ergebnis), Team- und Fallbesprechungen, Fachgespräche, kollegiale Intervision sowie Auftragsdifferenzierung und individuelle Betreuungsplanung.

Die Vernetzung von Prozessbeteiligten ist elementarer Bestandteil unserer Arbeit. Dazu gehört die Kooperation mit allen beteiligten Institutionen, z. B. Sucht- oder Schuldnerberatung, Arbeitsamt, Schulen, Therapeuten, Ärzte, die Vernetzung mit anderen Hilfeformen unter Beibehaltung der bestehenden Beziehungen, die Einleitung weiterer Hilfemaßnahmen wie Beratung, Therapie, psychiatrische Versorgung u. a.

Außerdem zählt dazu die Kooperation und Netzwerkarbeit mit sozialraumübergreifenden Partnern in den Bereichen Erziehung, Bildung, Gesundheit und Finanzen (z. B. Sprachschulen, Nachhilfeeinrichtungen, Jugendreiseanbieter, Vereine, spezielle Förderanbieter, Ämter etc.).

Prozessqualität

Der Prozess zählt

Qualität

Ergebnisqualität

War die Hilfe aus Sicht der Leistungsberechtigten hilfreich? Hat sie einen erkennbaren Nutzen gebracht?

Um dies zu klären, wird jede Hilfe zum Ende hin mit allen Prozessbeteiligten gemeinsam reflektiert. Ein eigens dafür entwickelter Fragebogen zur Evaluation steht zur Verfügung.

Im Hilfeplanverfahren brauchen alle Prozessbeteiligten Klarheit. Auf gemeinsame Ziele muss man sich verständigen, damit deren Erfüllung auch überprüfbar und die Nachhaltigkeit der Hilfen gewährleistet wird. Uns ist es deshalb sehr wichtig, zu erfahren, inwieweit die gemeinsame Arbeit zur Erreichung der gewünschten Ziele beigetragen hat. Schon im Vorfeld der sich anbahnenden Hilfe fragen wir die uns anvertrauten Menschen, bei welchem Ergebnis sie die Hilfe als gelungen definieren würden. Ebenso relevant ist es für uns, im laufenden Prozess von den Beteiligten zu erfahren, ob wir uns gemeinsam noch auf dem „richtigen“ Weg befinden und die Zusammenarbeit nach wie vor vertrauensvoll und fruchtbar ist.

Die Erfolge von Therapie- und Beratungsprozessen können auch mit dem Bonner Fragebogen für Therapie und Beratung (BFTB) ausgewertet werden, der die Veränderungsprozesse der Familienmitglieder in Bezug auf drei Wirkprinzipien untersucht: Beziehung, Einsicht/ Klärung, Integration/Verhaltensänderung.

Für die Durchführung einer Evaluation mit dem BFTB fallen gesondert Kosten an. Die Ergebnisse der Evaluation werden dem Jugendamt (ASD) in anonymisierter Form in einem angemessenen Zeitraum nach Beendigung der Hilfe zur Verfügung gestellt.

Ergebnisqualität

Gut zu wissen was hilft

Qualität

Kollegiale Beratung

Unsere kollegialen Fallbesprechungen sind kreative Kraftquelle und Ideenpool zugleich. Das berufsfelderfahrene Team unterstützt den Kollegen, der eine Beratung in einer konkreten Fragestellung wünscht, dabei, sein (Selbst)Verständnis mit Bezug auf die eingebrachte Frage zu erweitern bzw. seine Wahrnehmung zu modifizieren. Es kommt zu einer Sach- und Selbstklärung, wodurch sich für den Kollegen neue Handlungsoptionen ergeben.

In unseren Beratungssituationen leben wir die Offenheit für neue Sichtweisen und eine bewusste Distanzierung von eigenen Urteilen vor, weil wir wissen, dass jeder ein Geschehen unwillkürlich nach internalisierten Werten und Vorstellungen interpretiert. Zentral wichtig ist für uns die emotionale Resonanz der Gruppe, also achten wir darauf, Körpersignale zu erfassen, und regen an, Gefühle in Bildern oder direkt auszudrücken, Fantasien und Handlungsimpulse wahrzunehmen bzw. auszudrücken und Identifikationen auszusprechen. Sie sind für den Mitarbeiter ein wichtiges Feedback bei der Einschätzung der Gesamtsituation.

Diese Art der kollegialen Beratung erfordert eine konsequente Rollentrennung, sie erst ermöglicht den strukturierten Ablauf des Beratungsprozesses. Das Team konzentriert sich auf den zu leistenden Beitrag und übernimmt die gewählte Rollen (Fallgeber, Moderator, Berater, Protokollant). Ohne diese Rollendisziplin ist eine effiziente Problembearbeitung nicht möglich.

Kollegiale Beratung

Lösungen finden

Qualität

Supervision

Jede Beziehungssituation hat ein Thema. Wir leben Supervision als eine Anleitung zum professionellen Handeln. Unsere Mitarbeiter sind nach unserem Verständnis Beziehungsarbeiter, die ihre beruflichen Erfahrungen in Beziehungssituationen machen. In der Supervision kommt es zur Auswertung dieser Beziehungssituationen und in der Folge zu einem Lern- und Entwicklungsprozess. Dies geschieht auf dem Wege einer an konkrete Situationen und Personen gebundenen Selbsterfahrung:

Wir sprechen in der Supervision über den Klienten des Beziehungsarbeiters, sein Verhalten, seine Annahmen, Fantasien, seine Persönlichkeit, seine Ziele, seine Beeinträchtigungen und Fixierungen.

Wir sprechen über den Beziehungsarbeiter selbst, sein Verhalten, seine Annahmen, Fantasien, seine Persönlichkeit, seine Ziele, seine Beeinträchtigungen und Fixierungen.

Wir sprechen auch über die institutionellen Rahmenbedingungen, in denen wir unsere Dienstleistungen erbringen.

Wir sprechen ebenso über die institutionellen Rahmenbedingungen, in denen der Klient lebt, und wie sie sein Verhalten beeinflussen.

Jede dieser Ebenen birgt erhebliches Lernpotential für den Mitarbeiter bzw. einen Kompetenzerwerb, der sich aus dem professionell bearbeiteten Kontaktprozess mit dem jeweiligen Klienten entwickelt hat. Daraus ergibt sich unsere Grundannahme, dass das Verstehen von Beziehungsgeschehen durch den beständigen Rhythmus von Praxishandeln und intensiver Auswertung geschieht.

Supervision

Reflektion erweitert