Ambulant Betreutes Wohnen

Rechtliche Grundlage: SGB XII, § 54 Abs. 1 i. V. m. § 55 Abs. 2 Ziffer 6 SGB IX

Durch Betreutes Wohnen (BeWo) sollen Menschen mit einer wesentlichen Behinderung angeleitet werden, ihre Lebenssituation zu analysieren, Perspektiven zu erkennen, Veränderungen zu planen und umzusetzen, damit sie künftig möglichst ohne lizenzierte Hilfe und staatliche Transferleistungen leben können. Mithin ist das BeWo eine Leistung zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft und dem Wesen nach Hilfe zur Selbsthilfe.

Viele Klienten im BeWo sind sucht- oder psychisch krank, leben schon lange ohne Tagesstruktur, isoliert, ohne gesellschaftliche Anerkennung und haben das Zutrauen in ihre Fähigkeiten verloren. Akute Probleme wie Wohnungslosigkeit, Rückfälle, Schulden, Bewährungsstrafen etc. kommen häufig hinzu und verstärken den Abwärtstrend. BeWo-Klienten benötigen fachliche Anleitung, Ermutigung und Begleitung, um wieder Lebensziele zu definieren und ihre Ressourcen zu aktivieren. Ihr individueller Bezugsbetreuer fungiert im Rahmen dessen als verlässliche Orientierung, Motivator, Entscheidungshilfe und Stütze, oft auch als emotionaler Anker.

Jedes Betreuungsverhältnis wird nach Maßgabe eines mit allen Prozessbeteiligten vereinbarten Hilfeplans individuell konfiguriert und im Betreuungsverlauf ggf. laufend angepasst.

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