Rechtliche Grundlagen: SGB VIII, § 2 Abs. 2  Ziffer 4, 5, 6 und § 27 ff., Hilfen zur Erziehung, insb. § 35 und § 41, Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung und Hilfe für junge Volljährige

Die Begleitung von jungen Menschen aus Krisen- oder Kriegsgebieten im Alter von 16 bis 21 Jahren bedarf einer an deren individuelle Lebenssituation angepasste Ausgestaltung der Hilfen. Unser Leistungsangebot orientiert sich an der Lebenswirklichkeit der unbegleitet geflohenen jungen Menschen und hat nach deren Stabilisierung die Entwicklung ihrer Handlungskompetenz und Persönlichkeit in einem für sie fremden Land zum Ziel.

Damit dieser Migrationsprozess gelingen kann, brauchen die jungen Flüchtlinge eine beziehungsorientierte Förderung und ausreichend Zeit, ferner Unterstützung beim Spracherwerb, bei der Beschaffung von Wohnraum, der Gesundheitsvorsorge, beim Finden einer sinnvollen Beschäftigung und bei der Entwicklung von Perspektiven hinsichtlich ihrer beruflichen und sozialen Integration.

Die handlungsleitende Grundlage ist für uns dabei die Hilfeplanung nach § 36 KJHG, in der alle Prozessbeteiligten (Vormünder, Jugendamt, Hilfeempfänger und freier Träger) gemeinsam und ausführlich das Vorgehen abstimmen. Die Begleitung und Betreuung von unbegleitet minderjährigen und volljährigen Flüchtlingen findet im Spannungsfeld des Kinder- und Jugendhilferechts sowie des Ausländer- und Asylrechts statt; das macht das pädagogische Handeln umso bedeutsamer, weil ein dauerhaft ungesicherter Aufenthaltsstatus zusätzliche innerpsychische Belastungen bei dieser Zielgruppe hervorrufen kann.

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