Unsere kollegialen Fallbesprechungen sind kreative Kraftquelle und Ideenpool zugleich. Das berufsfelderfahrene Team unterstützt den Kollegen, der eine Beratung in einer konkreten Fragestellung wünscht, dabei, sein (Selbst)Verständnis mit Bezug auf die eingebrachte Frage zu erweitern bzw. seine Wahrnehmung zu modifizieren. Es kommt zu einer Sach- und Selbstklärung, wodurch sich für den Kollegen neue Handlungsoptionen ergeben.

In unseren Beratungssituationen leben wir die Offenheit für neue Sichtweisen und eine bewusste Distanzierung von eigenen Urteilen vor, weil wir wissen, dass jeder ein Geschehen unwillkürlich nach internalisierten Werten und Vorstellungen interpretiert. Zentral wichtig ist für uns die emotionale Resonanz der Gruppe, also achten wir darauf, Körpersignale zu erfassen, und regen an, Gefühle in Bildern oder direkt auszudrücken, Fantasien und Handlungsimpulse wahrzunehmen bzw. auszudrücken und Identifikationen auszusprechen. Sie sind für den Mitarbeiter ein wichtiges Feedback bei der Einschätzung der Gesamtsituation.

Diese Art der kollegialen Beratung erfordert eine konsequente Rollentrennung, sie erst ermöglicht den strukturierten Ablauf des Beratungsprozesses. Das Team konzentriert sich auf den zu leistenden Beitrag und übernimmt die gewählte Rollen (Fallgeber, Moderator, Berater, Protokollant). Ohne diese Rollendisziplin ist eine effiziente Problembearbeitung nicht möglich.

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